Das Fundament – Vorbilder

Wir alle werden von Vorbildern geprägt. Vor allem die Kleinsten brauchen und suchen Vorbilder, durch diese lernen sie selbstständiges Handeln. Sie ahmen das Verhalten ihrer Bezugspersonen nach.
Gute Vorbilder vermitteln nicht nur Informationen – sie lösen auch positive Emotionen aus. Kinder verbringen freiwillig mehr Zeit mit Zähneputzen, wenn ihre Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Zähneputzen gehört zu den wichtigen Familienritualen: jeder macht es.

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Bei einer positiven Ausübung der Vorbildrolle wird dem Kind der Antrieb geliefert, jemanden mit Freude nachzueifern. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass der Nachahmende erfolgreich imitiert. So bestärkt Lob die Aktivität und Motivation des Kindes, das schließlich nicht nur blind kopiert, sondern durchaus reflektiert und auch bewusst ein Ziel verfolgt. Gleichzeitig wird der Lerneifer des Kindes befriedigt und es erfährt Halt und Orientierung. All diese Aspekte sind entscheidend für die positive Verankerung präventiven Verhaltens.

Wer als Kind richtiges Zähneputzen erlernt hat, wird sich auch im Erwachsenenalter das Gefühl für saubere Zähne bewahren.

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Prävention & Prophylaxe

Wer früh mit Prävention beginnt, erzielt natürlich die beste Wirkung. Aber auch wenn wir spät damit anfangen, tun wir uns Gutes. Ein Einstieg in die Prävention ist in jedem Alter möglich.

Prävention kann mit „Vorbeugung“ übersetzt werden, Prophylaxe ist die konkrete einer Erkrankung vorbeugende Maßnahme. Hier finden Sie unsere Prophylaxe-Angebote:

Prophylaxe

Prophylaxe in der Schwangerschaft

Prophylaxe für Kinder

Kieferorthopädische Professionelle Zahnreinigung

Die 4 Säulen der Zahngesundheit

1. Säule – richtige Zahnpflege

Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen über mindestens 3 Minuten ist die Basis der Zahnpflege. Dies sollte zweimal täglich erfolgen, morgens nach dem Frühstück und abends nach der letzten Nahrungsaufnahme.

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Das Zähneputzen

Noch besser ist es, die Zähne nach jeder Mahlzeit zu putzen.  Das oberste Ziel lautet: Zahnbeläge müssen weg. Die klassische Zahnbürste ist ein sehr gut geeignetes Instrument, die Zähne an der Außen- und der Innenseite sowie die Kauflächen der Backenzähne zu reinigen. Die Zahnbürste sollte alle 6 – 8 Wochen ausgetauscht werden.  Die Räume zwischen den einzelnen Zähnen sind schwieriger zu reinigen. Am effektivtsen ist hier die Zahnseide. Für größere Spalten gibt es spezielle Bürsten in mehreren Größen, die lnterdentalbürsten. Wir helfen Ihnen gerne, die richtige Größe auszuwählen und unterweisen Sie in der Handhabung.

Gemeinsam im Wohnzimmer

Wenn Karies bei Kindern keine Chance haben soll sind die Eltern gefragt! Kinder empfinden das allabendliche Zähneputzen oft als langweilig. Etwas Neues auszuprobieren, kann viel Freude mit sich bringen: Ein Kind, das beim Zähneputzen gemütlich auf Mamas oder Papas Schoß sitzt und dabei vielleicht sogar aus einem Buch vorgelesen bekommt, hat garantiert großes Vergnügen an der Prävention. Und in dieser positiven Stimmung können Eltern die Zähne ihrer Kinder gewiss auch viel leichter nachputzen. Es versteht sich von selbst, dass das Putzergebnis hier weitaus besser ist, als bei einem Kind, das jeden Abend ganz allein mit der Zahnbürste im Bad steht.

Gesunde Kinderzähne

Im Kindergarten- und Grundschulalter ist die Feinmotorik der Kinder noch nicht so entwickelt, dass sie die für eine gute Zahnreinigung erforderliche kreisende Bewegung mit der Zahnbürste eigenständig durchführen können. Aber gerade dieses kreisende Putzen ist bei der Zahnpflege wichtig, um auch die Nischen zwischen den Zähnen gut zu erreichen. Sehr hilfreich kann eine elektrische Zahnbürste sein, mit der jedoch aufgrund des kleineren Bürstenkopfes etwas länger geputzt werden muss. Also empfiehlt sich dieses Ritual: Das Kind putzt zunächst selbst in Ruhe seine Zähne. Wenn die Eltern – mindestens bis zum dritten Schuljahr – an den wichtigen Stellen nachputzen und Zahnseide verwenden, hat Karies kaum eine Chance. Den Nischen zwischen den Zähnen und den gefurchten Kauflächen sollte die besondere Aufmerksamkeit beim Zähneputzen gelten.

Die Backenzähne des Kindes im Oberkiefer sind auch für Eltern schwer erreichbar, weil das Handgelenk in eine ungünstige Position gedreht werden muss. Ein Tipp: Liegt das Kind auf dem Rücken, lassen sich die Zähne des Oberkiefers deutlich besser reinigen. Das Putzen kann vom Badezimmer auf das Sofa verlegt werden; die Putzzeit lässt sich durch das Erzählen einer Gute-Nacht-Geschichte für das Kind äußerst angenehm gestalten.

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2. Säule – ausgewogene Ernährung

Für die Zahngesundheit ist es nicht entscheidend, in welchen Mengen wir zuckerhaltige Speisen oder Getränke zu uns nehmen, sondern wie oft.

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Wann und wie schadet Zucker?

Beispielsweise ist eine Tafel Schokolade oder ein zuckerhaltiges Getränk über den Tag verteilt für die Zahngesundheit schlechter als eine einmalige „Zuckersünde“ in kurzer Zeit. Klebrige Speisen bleiben als Zahnbelag haften. Wichtig für die Gesundheit ist es, täglich ausreichend Wasser zu trinken. Gut kauen und reichlich trinken hilft außerdem, dass viele „Zahnfeinde“ aus dem Mund abtransportiert werden.

Im Speichel entstehen aus Zucker Säuren, die Mineralien aus der Zahnoberfläche herauslösen und so die Lebensdauer der Zähne verkürzen.

Zucker in Lebensmitteln

Es gibt verschiedene Zuckerarten als Bestandteil unserer Lebensmittel, sie finden Sie unter verschiedenen Namen im gesetzlich vorgeschriebenen Zutatenverzeichnis. Zum Beispiel Saccharose, Dextrose, Glukosesirup oder Maltodextrin. Zucker ist in weit mehr Lebensmitteln enthalten als nur in Süßigkeiten, Süßspeisen, süßen Getränken oder Kuchen. Betrachten Sie beispielsweise die Angaben auf einer Flasche Tomatenketchup. Hersteller sind nicht verpflichtet, die verwendete Menge der einzelnen Zuckerarten anzugeben. Eine Orientierung kann jedoch die Platzierung im Zutatenverzeichnis sein: stehen sie dort weit vorn, deutet das auf einen hohen Zuckergehalt des Lebensmittels hin.

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3. Säule – regelmäßiger Zahnarztbesuch

Eine Selbstverständlichkeit, denkt man, aber wie oft gehen wir erst zum Arzt, wenn wir Schmerzen haben? Die Krankenkassen unterstützen uns mit Bonusheft: bei regelmäßigem Zahnarztbesuch einmal im Jahr (Kinder zweimal) gibt es höhere Zuzahlung für Zahnersatz. Aber, Hand aufs Herz, schaffen Sie das über Jahre hinweg?

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Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt beinhaltet

  • Kontrolle der Zahn- und Mundgesundheit
  • Zahnsteinentfernung (einmal jährlich ist das eine Kassenleistung)
  • in gewissen Abständen röntgenlogische Untersuchungen

Wir erinnern Sie gerne

Eine zusätzliche Hilfe kann unser Recall-System sein. Auf Wunsch erinnern wir Sie an Ihren demnächst nötigen Termin. Sprechen Sie uns an, wenn Sie das gerne in Anspruch nehmen wollen.

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4. Säule – Fluoridierung

Die Fluoridierung ist bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen inzwischen fast selbstverständlich. Trotzdem wollen wir Ihnen an dieser Stelle genau erklären, wie Fluoridierung wirkt.

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Fluorid beugt der Entstehung von Karies vor:

  • die Einlagerung des Fluorids in den Zahnschmelz macht die Zähne weniger empfindlich gegenüber Säure und Zucker
  • Fluoride können eine beginnende Karies zum Stillstand bringen

Höher dosierte Fluoridlacke können in der Zahnarztpraxis gezielt gegen Temperaturempfindlichkeit angewendet werden.

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Das Dach – lebenslange Betreuung mit altersgemäßer Methodik

Der Präventionsgedanke erfordert sowohl Fundament als auch alle 4 Säulen. Idealerweise verfolgt man ihn ein ganzes Leben lang. Wir helfen Ihnen dabei mit Informationen, regelmäßigen Zahnkontrollen, professioneller Zahnreinigung und unserem Recall-System, mit dem wir Sie – auf Wunsch – an den nächsten Termin erinnern.

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Kinder

Prophylaxe für Kinder beginnt am besten schon während der Schwangerschaft und wird von den Eltern gefördert, bis der Jugendliche selbst entscheiden kann und will.

Erwachsene

… sind für sich selbst verantwortlich! Trotzdem hat nicht jeder von seinen Eltern den Gedanken der Prävention gelernt. Den Wunsch, ein hohes Alter mit eigenen Zähnen zu erleben, kann man sich jedoch selbst durch rechtzeitige und richtige Vorbeugung erfüllen. Es lohnt sich in jedem Alter mit der Prävention zu beginnen.

Wer die kleine, aber unverzichtbare Mühe täglicher Zahnpflege auf sich nimmt, wird mit einem gesunden Gebiss reichlich belohnt:

  • Die volle Kaufunktion ermöglicht eine gesunde und genussvolle Nahrungsaufnahme
  • Das Gesicht wird wesentlich vom Gebiss mit geprägt
  • Zahnverluste können die Aussprache beeinträchtigen
  • Mundgesundheit vermeidet Mundgeruch

Wir helfen Ihnen mit allen Informationen, die Sie dazu brauchen.

Prävention in der Pflege

Pflegebedürftigkeit bedeutet Abhängigkeit von fremder Hilfe für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens. Dazu zählt auch die Zahnpflege, wenn ein hinreichend selbständiges Handeln nicht mehr gewährleistet ist. Bei jedem Pflegebedürftigen ist die Mund- und Zahngesundheit ein unverzichtbares Pflegeziel und zwar unabhängig von der Anzahl vorhandener Zähne. Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen ist dafür die Basis. Dabei sollten die Möglichkeiten der Mobilisierung noch vorhandener Fähigkeiten der Patienten im Sinne einer aktivierenden Pflege ausgeschöpft werden. Fremdhilfe, egal ob durch Familienangehörige oder durch professionelle Pflege, kann sich zunächst auf Kontrolle des Putzerfolges und eventuelles Nachputzen beschränken, solange eigenhändiges Putzen hinreichend möglich ist. Wenn dies nicht mehr gewährleistet ist, muss die Aufgabe von Pflegenden übernommen werden.

Zwei Kontrolluntersuchungen jährlich durch den Zahnarzt sollten die Regel bleiben, auch bei Bewohnern von Altenheimen und bei Patienten in ambulanter oder stationärer Pflege. So lassen sich plötzliche Notfallbehandlun- gen am besten vermeiden.

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